
Einleitung Bußgeldkatalog
Der Bußgeldkatalog regelt in Deutschland, welche Strafen bei Verkehrsverstoßen drohen. Besonders bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung können empfindliche Bußgelder, Fahrverbote oder Punkte in Flensburg die Folge sein.
In diesem umfassenden Ratgeber erfährst du, welche Sanktionen drohen, wann ein Einspruch sinnvoll ist und wie hoch die Bußgelder laut einem Bußgeldrechner ausfallen können.
Wir geben zudem Tipps, wie du dich vor unnötigen Strafen schützen kannst.

Der Bußgeldkatalog in Deutschland
Der Bußgeldkatalog wird regelmäßig aktualisiert und legt die Sanktionen für verschiedene Verstöße im Straßenverkehr fest. Dazu gehören unter anderem:
- Geschwindigkeitsüberschreitungen
- Alkohol- und Drogenverstöße
- Rotlichtverstöße
- Handy am Steuer
- Abstandsverstöße
- Falschparken
- Lkw-spezifische Verstöße
- Nichtbeachtung von Umweltzonen
Die Höhe der Bußgelder und die Folgen hängen vom Schweregrad des Verstoßes ab.

Geschwindigkeitsverstöße und deren Konsequenzen
Geschwindigkeitsüberschreitungen gehören zu den häufigsten Verkehrsverstößen in Deutschland. Je nach Höhe der Übertretung und dem Ort (innerorts oder außerorts) drohen unterschiedliche Sanktionen wie Bußgelder, Punkte in Flensburg und sogar Fahrverbote. Bei dem Thema Tempoverstöße drohen einem Autofahrer besonders häufig Bußgelder.
1. Warum sind Geschwindigkeitsbegrenzungen wichtig?
- Sicherheit: Zu hohe Geschwindigkeit ist eine der Hauptursachen für schwere Unfälle.
- Reaktionszeit: Je schneller ein Fahrzeug fährt, desto länger dauert es, bis es zum Stehen kommt.
- Schutz schwächerer Verkehrsteilnehmer: Besonders innerorts sind Fußgänger und Radfahrer gefährdet.
2. Wie werden Geschwindigkeitsverstöße gemessen?
- Stationäre Blitzer: Feste Radarfallen an Unfallschwerpunkten.
- Mobile Blitzer: Flexibel eingesetzte Messgeräte durch Polizei oder Behörden.
- Section Control: Durchschnittsgeschwindigkeitsmessung über eine längere Strecke.
- Laserpistolen: Manuelle Messungen durch Polizeibeamte.
3. Bußgeldkatalog: Welche Strafen drohen Ihnen?
Innerorts bedeutet innerhalb geschlossener Ortschaften, also innerhalb von Städten, Dörfern oder anderen bewohnten Gebieten.
Die Abgrenzung zwischen innerorts und außerorts erfolgt durch die gelben Ortsschilder:
- Beginn eines Ortes: Gelbes Ortsschild mit dem Namen der Stadt oder Gemeinde → Ab hier gelten die innerörtlichen Verkehrsregeln.
- Ende eines Ortes: Das gelbe Ortsschild mit einem schwarzen Querstrich zeigt das Ende der geschlossenen Ortschaft an → Ab hier gelten außerörtliche Regeln.

Unterschiede zwischen innerorts und außerorts:
- Tempolimits:
- Innerorts: Meistens 50 km/h (Ausnahmen: 30er-Zonen, verkehrsberuhigte Bereiche).
- Außerorts: In der Regel 100 km/h auf Landstraßen, auf Autobahnen je nach Beschilderung.
- Strafen für Geschwindigkeitsverstöße:
- Innerorts sind die Strafen strenger, weil hier mehr Fußgänger und Radfahrer unterwegs sind.
- Ein Fahrverbot droht hier schon bei geringeren Überschreitungen als außerorts
3.1 Bußgeldtabelle: Innerorts
| Überschreitung | Bußgeld | Punkte | Fahrverbot |
|---|---|---|---|
| bis 10 km/h | 30 € | – | – |
| 11 – 15 km/h | 50 € | – | – |
| 16 – 20 km/h | 70 € | – | – |
| 21 – 25 km/h | 115 € | 1 | – |
| 26 – 30 km/h | 180 € | 1 | 1 Monat (Wiederholungstäter) |
| 31 – 40 km/h | 260 € | 2 | 1 Monat |
| 41 – 50 km/h | 400 € | 2 | 1 Monat |
| 51 – 60 km/h | 560 € | 2 | 2 Monate |
| 61 – 70 km/h | 700 € | 2 | 3 Monate |
| über 70 km/h | 800 € | 2 | 3 Monate |

3.2 Bußgeldtabelle: Außerorts
| Überschreitung | Bußgeld | Punkte | Fahrverbot |
|---|---|---|---|
| bis 10 km/h | 20 € | – | – |
| 11 – 15 km/h | 40 € | – | – |
| 16 – 20 km/h | 60 € | – | – |
| 21 – 25 km/h | 100 € | 1 | – |
| 26 – 30 km/h | 150 € | 1 | 1 Monat (Wiederholungstäter) |
| 31 – 40 km/h | 200 € | 2 | 1 Monat |
| 41 – 50 km/h | 320 € | 2 | 1 Monat |
| 51 – 60 km/h | 480 € | 2 | 1 Monat |
| 61 – 70 km/h | 600 € | 2 | 2 Monate |
| über 70 km/h | 700 € | 2 | 3 Monate |
4. Punkte in Flensburg und Fahrverbote
- Punkte in Flensburg: Ab 8 Punkten erfolgt der Führerscheinentzug.
- Fahrverbot: Ab 31 km/h innerorts oder 41 km/h außerorts droht ein einmonatiges Fahrverbot.
- Wiederholungstäter: Wer innerhalb eines Jahres zweimal mit mehr als 26 km/h zu schnell erwischt wird, erhält automatisch ein Fahrverbot.

5. Sonderregelungen Bußgeldkatalog
- Probezeit: Fahranfänger erhalten bei Überschreitungen von mehr als 21 km/h eine Verlängerung der Probezeit auf 4 Jahre und müssen ein Aufbauseminar besuchen.
- Lkw und Busse: Hier gelten oft strengere Regeln und niedrigere Toleranzen.
6. Wie kann man sich gegen Bußgeldbescheide wehren?
- Messfehler: Blitzer sind nicht immer fehlerfrei, ein Einspruch kann sich lohnen.
- Einspruchsfrist: Innerhalb von 14 Tagen kann Widerspruch eingelegt werden.
- Anwalt für Verkehrsrecht: Experten können prüfen, ob sich ein Einspruch lohnt.
Einspruch gegen den Bußgeldbescheid
Ein Einspruch kann sich lohnen, wenn es Fehler gibt:
- Fehlerhafte Messungen durch Blitzer
- Falsche Fahrzeugzuordnung
- Formfehler im Bescheid
Hier kann ein Rechtsanwalt helfen.

Häufige Fragen (FAQ) zum Bußgeldkatalog
Welche Sanktionen drohen bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung?
Die Strafen reichen von einem geringen Verwarnungsgeld bis hin zu hohen Bußgeldern, Punkten in Flensburg und einem Fahrverbot.
Welche Bußgelder drohen beim Blitzen?
Die Bußgeldhöhe hängt von der Höchstgeschwindigkeit und der Überschreitung ab. In schwerwiegenden Fällen sind hohe Strafen möglich.
Wann lohnt sich ein Einspruch beim Blitzen?
Wenn Messfehler oder Verfahrensfehler vorliegen, kann sich ein Einspruch lohnen. Auch wenn der Blitzer fehlerhaft aufgestellt wurde, gibt es Chancen auf eine Aufhebung des Bußgeldbescheids.
Wie hoch ist die Toleranz bei Blitzern innerorts?
Innerorts liegt die Toleranzgrenze bei 3 km/h, außerorts bei 3 % der gefahrenen Geschwindigkeit.

Was kostet 20 km/h zu schnell in der Ortschaft laut Bußgeldkatalog?
Für 20 km/h zu schnell innerorts sind 70 Euro fällig, außerorts 60 Euro.
Was passiert, wenn man 50 km/h zu schnell fährt?
Ab 50 km/h zu schnell drohen hohe Bußgelder, Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot von mindestens einem Monat.
Welche Ordnungswidrigkeit ist die teuerste?
Zu den teuersten Verkehrsverstößen gehören illegale Autorennen, die mit bis zu 10.000 Euro Strafe geahndet werden können.
Soll man eine Geschwindigkeitsüberschreitung zugeben?
Es empfiehlt sich, keine voreilige Aussage zu machen und im Zweifel einen Rechtsanwalt zu kontaktieren.

Fazit: Bußgeldkatalog
Der Bußgeldkatalog sieht empfindliche Strafen für Geschwindigkeitsverstöße vor. Ein Einspruch kann sich lohnen, wenn Messfehler vorliegen.

Die Verkehrssicherheit sollte jedoch immer an erster Stelle stehen.