Ärger im Internet?
Fake-Shops, gefälschte Bewertungen, nicht gelieferte Bestellungen oder Identitätsdiebstahl – im Internet lauern viele Probleme. Wir zeigen dir, wie du dich schützt und rechtlich vorgehst.

Kommt dir das bekannt vor?
So funktioniert es mit Simplyright
- 1Du beschreibst den Vorfall – Webseite, Datum, Betrag, Belege
- 2Simplyright prüft rechtliche Optionen: Rückforderung, Löschung, Anzeige, Schadensersatz
- 3Du bekommst Schreiben, Anleitung zur Anzeige oder Vermittlung an Fachanwalt
- 4Bei Identitätsdiebstahl: sofortige Schritte zum Schutz und zur Schadensbegrenzung
Typische Fälle in diesem Bereich
Fake-Shop erkennen
Warnsignale: nur Vorkasse, fehlerhaftes Impressum, unrealistische Preise, .top/.shop-Domains.
Bewertungen löschen
Falsche oder ehrverletzende Bewertungen kannst du auf Plattformen wie Google löschen lassen.
Identitätsdiebstahl
Sofort SCHUFA-Sperre, Anzeige, Banken informieren und neue Passwörter setzen.
Phishing & Cybercrime
Bei Bankschäden Anzeige + Bank kontaktieren. Bei rechtzeitiger Meldung oft Erstattung möglich.
Was du wissen solltest
Das Internetrecht umfasst mittlerweile fast jeden Lebensbereich. Beim Online-Shopping gilt: Bevor du in Vorkasse gehst, prüfe das Impressum (vollständige Anschrift, Handelsregister, USt-ID), AGB, Bezahlmöglichkeiten und Bewertungen. Fake-Shops sind oft an folgenden Merkmalen erkennbar: nur Vorkasse als Zahlungsoption, fehlerhaftes oder fehlendes Impressum, unrealistisch günstige Preise (besonders bei Markenartikeln), schlechte oder kopierte AGB-Texte und neue Domain-Endungen wie .top, .shop oder .online. Hat ein Fake-Shop dein Geld bekommen, lautet die Reihenfolge: Bei Kreditkartenzahlung sofort Chargeback bei der Bank beantragen (bis 540 Tage möglich). Bei PayPal Käuferschutz nutzen (180 Tage). Bei Banküberweisung Recall versuchen – Erfolgsquote gering, aber möglich. Anzeige bei der Polizei, am besten online über die jeweilige Landespolizei. Plattformen wie 'Watchlist Internet' oder die Verbraucherzentrale dokumentieren bekannte Fake-Shops. Bei falschen Bewertungen über dich oder dein Unternehmen (Google, Yelp, Jameda etc.) hast du je nach Inhalt verschiedene Möglichkeiten. Tatsachenbehauptungen, die nachweisbar falsch sind, kannst du löschen lassen – Google bietet ein eigenes Formular an. Schmähkritik (Beleidigungen ohne Sachbezug) ist ebenfalls löschungsfähig. Schwieriger sind Meinungsäußerungen, die durch Art. 5 GG geschützt sind – hier kommt es auf die Wortwahl und den Kontext an. Bei rechtswidrigen Bewertungen kannst du zusätzlich Schadensersatz fordern, insbesondere bei wirtschaftlichen Auswirkungen (verlorene Kunden, geringere Umsätze). Identitätsdiebstahl ist eine der schwerwiegendsten Online-Probleme. Wer feststellt, dass jemand in seinem Namen Konten eröffnet, Bestellungen aufgibt oder Verträge schließt, sollte sofort handeln: Anzeige bei der Polizei, kostenlose SCHUFA-Sperrnotiz beantragen, alle Banken und betroffenen Anbieter informieren, Passwörter ändern, ggf. neue Telefonnummer. Erfundene Forderungen müssen nicht bezahlt werden – die Vertragspartner haben die Identität zu prüfen. Bei Phishing (gefälschte E-Mails oder Webseiten, die Bankdaten abgreifen) gilt: Bei rechtzeitiger Meldung an die Bank (innerhalb weniger Stunden) ist eine Rückerstattung oft möglich. Banken haften nur, wenn der Kunde grob fahrlässig gehandelt hat – und das müssen sie beweisen. Allgemein gilt: Je schneller du nach einem Vorfall handelst, desto besser. Beweise sichern (Screenshots, E-Mails, Bankbelege), Anzeige erstatten, Verbraucherzentrale oder Anwalt einschalten. Simplyright bewertet jeden Online-Vorfall, formuliert das passende Schreiben (Löschverlangen, Schadensersatzforderung, Mahnung) und unterstützt bei der Anzeigenerstattung.
Auf diesen Gesetzen basiert die Prüfung
- § 263 StGB – Betrug
- § 269 StGB – Fälschung beweiserheblicher Daten
- §§ 1004, 823 BGB – Unterlassungsanspruch
- Art. 5 GG – Meinungsfreiheit (Grenzen)
- Telemediengesetz (TMG) – Impressumspflicht
Häufige Fragen zu Ärger im Internet
Was tun, wenn ich auf einen Fake-Shop reingefallen bin?
Sofort Bank kontaktieren (Chargeback/Recall), Anzeige erstatten, Beweise sichern und ggf. PayPal-Käuferschutz nutzen.
Kann ich falsche Google-Bewertungen löschen lassen?
Ja, Tatsachenbehauptungen ohne Beleg und Schmähkritik sind löschungsfähig. Google bietet ein eigenes Formular für Beschwerden.
Was tun bei Identitätsdiebstahl?
Sofort Anzeige, kostenlose SCHUFA-Sperrnotiz, Banken und Anbieter informieren, Passwörter ändern. Erfundene Forderungen ablehnen.
Bekomme ich nach Phishing mein Geld zurück?
Oft ja, wenn du sofort meldest. Banken haften, sofern du nicht grob fahrlässig gehandelt hast – die Beweislast liegt bei der Bank.
Wie erkenne ich seriöse Online-Shops?
Vollständiges Impressum, sichere Zahlungsmethoden (Rechnung, Lastschrift), Trusted Shops-Siegel, realistische Preise und gute Bewertungen.
Was kostet die Löschung einer rechtswidrigen Bewertung?
Eine erste Aufforderung ist kostenlos. Bei anwaltlichem Vorgehen entstehen Kosten – die der Verfasser bei Erfolg trägt.
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