Deine Rechte als Verbraucher
Ob defektes Produkt, falsche Lieferung oder Reklamation, die der Händler abblockt: Als Verbraucher hast du starke Rechte. 2 Jahre Gewährleistung, 14 Tage Widerruf – hier erfährst du, wie du sie durchsetzt.

Kommt dir das bekannt vor?
So funktioniert es mit Simplyright
- 1Du beschreibst Kauf, Mangel und bisherige Korrespondenz, ggf. Belege hochladen
- 2Simplyright prüft Gewährleistung, Widerruf, Garantie und mögliche Schadensersatzansprüche
- 3Du erhältst das passende Schreiben – Mängelrüge, Widerruf, Erstattungsforderung
- 4Bei Verweigerung: Eskalation per Anwalt oder Schlichtungsstelle
Typische Fälle in diesem Bereich
Gewährleistung 2 Jahre
Auf neue Waren 24 Monate – die ersten 12 Monate trägt der Händler die Beweislast.
Widerruf 14 Tage
Online-Käufe ohne Begründung zurückgeben – der Händler muss Versand erstatten.
Garantie ≠ Gewährleistung
Garantie ist eine freiwillige Zusatzleistung – Gewährleistung ist gesetzlich.
Lieferprobleme
Bei Nichtlieferung: Frist setzen, dann Rücktritt + Schadensersatz möglich.
Was du wissen solltest
Das deutsche Verbraucherrecht gehört zu den verbraucherfreundlichsten in Europa. Beim Kauf einer neuen Ware hast du nach § 437 BGB einen Anspruch auf Nacherfüllung – Reparatur oder Lieferung einer mangelfreien Sache. Die gesetzliche Gewährleistung beträgt zwei Jahre ab Übergabe (§ 438 BGB). Tritt in den ersten zwölf Monaten ein Mangel auf, wird vermutet, dass er von Anfang an bestand – die Beweislast liegt beim Händler (§ 477 BGB, neu seit 2022). Erst danach musst du als Käufer beweisen, dass der Mangel schon beim Kauf vorhanden war. Wichtige Unterscheidung: Garantie ist eine freiwillige Zusatzleistung des Herstellers oder Händlers, Gewährleistung ist gesetzlich. Eine 1-Jahres-Herstellergarantie schließt die 2-jährige Gewährleistung nicht aus. Bei Mängeln gehst du in folgenden Stufen vor: Erstens, schriftliche Mängelrüge mit Fristsetzung zur Nacherfüllung (üblich: 2 Wochen). Zweitens, bei erfolgloser Nacherfüllung kannst du wählen zwischen Rücktritt vom Vertrag (Geld zurück, Ware zurück) oder Minderung (Preis reduzieren). Bei erheblichen Mängeln ist auch Schadensersatz möglich. Ein zweiter Kernanspruch ist das Widerrufsrecht bei Online-Käufen (§ 312g BGB). Du kannst ohne Begründung innerhalb von 14 Tagen ab Warenerhalt zurückgeben. Die Rücksendekosten trägt der Händler nur, wenn er das in seinen AGB so geregelt hat oder dich nicht ordnungsgemäß belehrt hat. Bei fehlender oder falscher Widerrufsbelehrung verlängert sich die Frist auf 12 Monate und 14 Tage – ein häufig übersehenes Recht. Bei Lieferproblemen gilt: Wird die Ware trotz Zahlung nicht geliefert, hast du Anspruch auf Nachlieferung. Setzt du eine angemessene Frist (z.B. 14 Tage) und der Händler liefert nicht, kannst du zurücktreten und das Geld zurückfordern. Bei Vorkasse-Käufen, bei denen der Händler sich nicht meldet, lohnt sich neben Mahnung und Rückforderung oft eine Anzeige – manche Online-Shops sind betrügerisch. Verbraucherrechtliche Sonderfälle: Bei Online-Schulungen, digitalen Inhalten oder personalisierten Waren ist das Widerrufsrecht eingeschränkt – aber nur bei bestimmten Bedingungen (z.B. Beginn der Leistungserbringung mit ausdrücklicher Zustimmung). Bei Reisen, Verträgen über Finanzdienstleistungen und einigen anderen Verträgen gelten Spezialregelungen. Bei Nichtreaktion oder Verweigerung helfen die Verbraucherzentralen oft schon mit einem Schreiben. Für Streit unter 5.000 € sind außerdem Schlichtungsstellen (z.B. die Universalschlichtungsstelle des Bundes) eine kostengünstige Alternative zum Klageweg. Simplyright prüft deinen Fall, formuliert die rechtssichere Mängelrüge oder den Widerruf – und zeigt dir den schnellsten Weg zu deinem Recht.
Auf diesen Gesetzen basiert die Prüfung
- § 437 BGB – Mängelrechte (Nacherfüllung, Rücktritt, Minderung, Schadensersatz)
- § 438 BGB – Gewährleistung 2 Jahre
- § 477 BGB – Beweislastumkehr 12 Monate
- § 312g BGB – Widerrufsrecht Online-Käufe
- § 355 BGB – 14 Tage Widerruf
Häufige Fragen zu Deine Rechte als Verbraucher
Wie lange habe ich Gewährleistung?
2 Jahre ab Übergabe der Ware. In den ersten 12 Monaten trägt der Händler die Beweislast.
Was ist der Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung?
Gewährleistung ist gesetzlich (2 Jahre, immer). Garantie ist eine freiwillige Zusatzleistung des Herstellers.
Kann ich eine Online-Bestellung einfach zurückschicken?
Ja, innerhalb von 14 Tagen ohne Begründung. Bei fehlender Widerrufsbelehrung verlängert sich die Frist auf 12 Monate und 14 Tage.
Wer trägt die Versandkosten beim Widerruf?
Den Hinversand muss der Händler immer erstatten. Den Rückversand nur, wenn der Händler es in den AGB so geregelt hat.
Was tun, wenn der Händler nicht liefert?
Schriftliche Frist setzen (14 Tage). Bei Erfolglosigkeit: Rücktritt und Geldrückforderung – ggf. Schadensersatz.
Was, wenn der Händler die Reklamation ablehnt?
Mängelrüge mit Frist, dann Rücktritt oder Minderung. Bei Streit: Verbraucherzentrale oder Schlichtungsstelle einschalten.
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