Nach BGB, UrhG & IT-Spezialrecht

    Probleme mit Software & IT-Verträgen?

    Software, die nicht funktioniert, SaaS-Verträge mit überraschenden Klauseln, Lizenzstreit oder Cloud-Ausfälle: IT-Recht ist komplex – und oft entscheidend für dein Geschäft.

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    Probleme mit Software & IT-Verträgen?

    Kommt dir das bekannt vor?

    Eine Software erfüllt die zugesicherten Funktionen nicht
    Ein SaaS-Anbieter erhöht plötzlich die Preise oder ändert die Konditionen
    Cloud-Ausfall oder Datenverlust – wer haftet?
    Lizenzbedingungen werden unterschiedlich ausgelegt
    Open-Source-Software wird in deinem Unternehmen kommerziell genutzt
    In 4 Schritten

    So funktioniert es mit Simplyright

    1. 1
      Du beschreibst Software, Vertrag, Probleme und gewünschtes Ergebnis
    2. 2
      Simplyright prüft Vertrag, AGB, Lizenz und einschlägige IT-rechtliche Vorschriften
    3. 3
      Du erhältst Einschätzung und passende Schreiben – Mängelrüge, Kündigung, Lizenzklärung
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      Bei Komplexität: Vermittlung an Fachanwalt für IT-Recht oder spezialisierte Kanzlei

    Typische Fälle in diesem Bereich

    Software-Mängel

    Software wird wie eine Sache behandelt – Gewährleistung 2 Jahre, Mängelrechte voll anwendbar.

    SaaS-Verträge

    Mietvertrag-ähnlich. Verfügbarkeitsgarantien (SLA), Datenexport, Kündigungsfristen prüfen.

    Lizenzstreit

    Software-Audits, Über- oder Unterlizenzierung – kostenintensiv, oft verhandelbar.

    Open-Source-Compliance

    GPL, MIT, Apache – Pflicht zur Quellcodeoffenlegung kann Geschäftsmodelle gefährden.

    Hintergrund

    Was du wissen solltest

    IT-Recht ist eines der dynamischsten Rechtsgebiete – die Technik entwickelt sich schneller als die Rechtsprechung. Trotzdem gibt es klare Grundregeln. Software wird rechtlich als 'Sache' behandelt (BGH VIII ZR 219/86) – also gelten die normalen Regeln des Kaufrechts (§§ 433 ff. BGB) inklusive Gewährleistung von 2 Jahren. Ein Mangel liegt vor, wenn die Software nicht die zugesicherte oder objektiv übliche Beschaffenheit hat. Konkret: Funktionen, die im Lasten- oder Pflichtenheft beschrieben sind, müssen funktionieren. Bei Mängeln gilt der übliche Ablauf: Mängelrüge mit Frist zur Nacherfüllung (Bug-Fix, Update), bei Erfolglosigkeit Rücktritt, Minderung oder Schadensersatz. Bei Individualsoftware (Auftragsentwicklung) ist die Abnahme nach erfolgreicher Testphase ein wichtiger Meilenstein – ab Abnahme läuft die Gewährleistungsfrist. SaaS-Verträge (Software as a Service) sind rechtlich Mietverträge ähnlich (§§ 535 ff. BGB), weil die Software für die Vertragslaufzeit zur Nutzung überlassen wird, ohne dass du Eigentum erwirbst. Wichtige Klauseln: Service Level Agreements (SLA) für Verfügbarkeit (z.B. 99,9 % entspricht max. 8,8 Std. Ausfall pro Jahr), Backup und Recovery, Datenexport bei Vertragsende, Preisanpassungsklauseln, Kündigungsfristen. Viele SaaS-Verträge haben einseitige Klauseln zugunsten des Anbieters – einige sind nach AGB-Recht (§§ 305 ff. BGB) unwirksam. Cloud-Verträge sind komplex, weil mehrere Parteien beteiligt sind: Cloud-Anbieter, Hyperscaler (AWS, Azure, GCP), oft auch Sub-Auftragnehmer. Bei Datenverlusten oder Ausfällen ist die Haftung oft begrenzt – häufig nur auf den Wert der monatlichen Gebühren. Das ist nach AGB-Recht in vielen Fällen unwirksam, weil es Kardinalpflichten aushebelt. Bei Standardsoftware-Lizenzen sind häufige Streitpunkte: Über- oder Unterlizenzierung. Microsoft, Oracle, SAP führen 'Software-Audits' durch und fordern oft sechs- bis siebenstellige Nachzahlungen. In den meisten Fällen ist viel Verhandlungsspielraum – Audits selbst sind oft fragwürdig nach Datenschutz und Vertragsrecht. Open-Source-Software ist juristisch tückisch: Die GNU GPL (z.B. v2, v3) erfordert bei Distribution den vollständigen Quellcode des kombinierten Werks – ein Verstoß kann das gesamte Geschäftsmodell zerstören. Andere Lizenzen (MIT, Apache, BSD) sind weniger restriktiv, aber haben eigene Pflichten (Copyright-Hinweise, Patent-Klauseln). Eine Open-Source-Compliance-Prüfung ist für jedes Unternehmen, das Software entwickelt oder vertreibt, essenziell. Datenschutz im IT-Kontext: Die DSGVO erfordert Datenverarbeitungsverträge (AVV nach Art. 28) mit allen Auftragsverarbeitern – Cloud-Anbieter, SaaS-Provider, Web-Hoster. Standardvertragsklauseln (SCC) sind nötig bei Datenübermittlung in Drittländer (USA seit Schrems II umstritten, jetzt wieder via Data Privacy Framework). Wer als Unternehmen IT-Recht-Probleme hat, sollte spezialisierten Rat einholen – die Fachanwaltsausbildung 'IT-Recht' ist relativ neu und Anwälte mit echter Spezialisierung sind rar. Simplyright bewertet deine Situation, gibt erste Einschätzungen und vermittelt an spezialisierte IT-Rechts-Kanzleien.

    Rechtsgrundlagen

    Auf diesen Gesetzen basiert die Prüfung

    • §§ 433 ff. BGB – Kaufrecht (Standardsoftware)
    • §§ 535 ff. BGB – Mietrecht (SaaS-Verträge)
    • §§ 305 ff. BGB – AGB-Recht
    • UrhG – Urheberrecht (Software-Lizenzen)
    • DSGVO Art. 28 – Auftragsverarbeitung
    • BGH VIII ZR 219/86 – Software ist 'Sache'

    Häufige Fragen zu Probleme mit Software & IT-Verträgen

    Welche Gewährleistung gibt es bei Software?

    2 Jahre – wie bei jeder Kaufsache. Mängelrüge mit Frist, dann Rücktritt, Minderung oder Schadensersatz.

    Wer haftet bei Cloud-Ausfall?

    Der Cloud-Anbieter – im Rahmen seiner SLA und gesetzlichen Mindesthaftung. Pauschale Haftungsausschlüsse oft unwirksam.

    Was tun bei einem Software-Audit?

    Nicht vorschnell zustimmen. Audit-Befugnis prüfen, Lizenzlage neutral bewerten, oft erheblicher Verhandlungsspielraum.

    Wann muss ich Open-Source-Code offenlegen?

    Bei GPL-lizenziertem Code in der Distribution – auch in eingebetteter Form. MIT/Apache haben mildere Pflichten.

    Brauche ich AVV mit jedem Cloud-Anbieter?

    Ja, bei Verarbeitung personenbezogener Daten (DSGVO Art. 28). Auch mit SaaS-Anbietern, Web-Hostern, Newsletter-Tools.

    Was kostet IT-Rechts-Beratung?

    Komplex – oft Stunden- oder Pauschalhonorar. Erste Einschätzung bei Simplyright kostenlos.

    Bereit, deinen Fall zu klären?

    Beschreib deine Situation im Chat. Simplyright analysiert in Sekunden und nennt dir die nächsten Schritte – kostenlos und unverbindlich.

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